FAQ

Fragen und Antworten zur Personensuche mit vebidoo

Vebidoo wächst. Vebidoo wächst schnell. Vebidoo wächst seit nunmehr über neun Monaten, auf bereits mehrere Millionen Besucher pro Monat. Kein Wunder, dass auch die Zahl der Nutzer zunimmt, die sich mit (kritischen) Fragen an den vebidoo-Support wenden.

Die häufigsten Fragen und Antworten haben wir gesammelt, um zu erklären, warum eine Personensuchmaschine genau das macht, was sie macht: Informationen zu Personen suchen, finden und anzeigen.

Was ist eine „Personensuchmaschine“ und was genau tut sie?

Zum Suchbegriff „ Personensuchmaschine“ findet sich bei Wikipedia folgende Definition:

Eine Personensuchmaschine ist eine vertikale Suchmaschine, die das Internet ausschließlich nach personenbezogenen Daten durchsucht.

Personensuchmaschinen können anhand der Aufbereitung der Suchergebnisse unterschieden werden:

  • Suchmaschinen, die zu einem Namen gefundenen Daten (z. B. Fotos, Adressen, Nachrichten etc.) aus Webseiten extrahieren und auf einer Suchergebnisseite anzeigen.
  • Suchmaschinen, die zu einem Namen gefundene Webseiten mit relevanten Daten (Profile in sozialen Netzwerken, Nachrichten etc.) auf den Suchergebnisseiten (SERP) einzeln auflisten.

Personensuchmaschinen können auch nach der Form der Datenverarbeitung unterschieden werden:

  • Suchmaschinen, die einen eigenen Suchindex aufbauen und personenbezogene Daten speichern.
  • Suchmaschinen, die eine Live-Suche durchführen und die gefundenen Daten nur anzeigen.

Vebidoo liefert sowohl zu einem Namen gefundene Daten, als auch zu einem Namen gefundene Profile aus sozialen Netzwerken. Jedoch speichert vebidoo keine Daten, sondern zeigt diese nur an und verlinkt direkt auf die (Fund-)Quelle, z.B. Facebook oder eine Bildersuche.

Welche Daten werden gesucht?

Vebidoo sucht nach allen personenbezogenen Daten, die im Internet öffentlich zugänglich sind: Profile aus sozialen Netzwerken, Telefonnummern, Fotos und Bilder, Videos, Bücher, Domains, Blogs und vieles mehr.

Vebidoo leistet dabei einen nicht unerheblichen Beitrag um zu sehen, welche Daten zu einem Namen bzw. zu einer Person (oder zu einem selbst) im Internet frei zugänglich sind.

Woher kommen diese Daten?

Daten, die auf vebidoo angezeigt werden, kommen aus unterschiedlichen Quellen. Dies sind in erster Linie eigene Algorithmen, sowie Suchabfragen auf APIs von bekannten Internet-Suchmaschinen.

Zudem kooperiert vebidoo mit einer Vielzahl von Internetportalen, wie beispielsweise dastelefonbuch.de, goyellow.de, freelancermap.de, firstname.de, projektwerk.de, neu.de.

Wie kann man verhindern, dass persönliche Daten angezeigt werden?

Vebidoo verlinkt alle Treffer auf die entsprechende Quelle. Wenn persönliche Daten aus dem Internet entfernt und damit auch für vebidoo nicht mehr auffindbar sein sollen, muss man sich immer direkt an die jeweilige Quelle wenden und die Daten dort löschen lassen. Suchmaschinen wie vebidoo finden nur, was andere Seiten im Internet veröffentlichen.

Ist man selbst Betreiber einer Website und möchte nicht, dass eigene Inhalte (Bilder, Texte usw.) von Suchmaschinen gefunden werden, hat man die Möglichkeit, den Suchmaschinen-Crawlern den Zugriff auf die eigene Webseite zu verweigern.

Nähere Information dazu finden sich hier:

Google
http://support.google.com/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=156449

Yahoo
http://help.yahoo.com/l/de/yahoo/search/crawler/crawler-02.html

Welche Rechtsprechung im Zusammenhang mit Personensuchmaschinen gibt es?

Die allgemeine Zulässigkeit von Suchmaschinen, inzwischen sogar deren Nützlichkeit und Unabdingbarkeit zum Auffinden von Informationen aus dem Internet, ist mittlerweile von der Rechtsprechung anerkannt.

Suchmaschinen sind unabdingbar, um die Datenfülle des Internet zu handhaben. Erst durch den Einsatz von Suchmaschinen wird es dem Internetnutzer möglich, relevante Treffer zu einer von ihm eingegebenen Suchanfrage zu erhalten. Diese Treffer werden als sogenannte „snippets“ oder „thumbnails“, also einem kleinen Vorschauausschnitt oder Vorschaubild, in der Ergebnisliste angezeigt, wobei auch die Quelle des Treffers genannt wird. Der Nutzer wird dann, wenn ihm der Treffer zusagt, durch einen Klick auf diesen zur Quellseite der Information geleitet.

Die Rechtsprechung entwickelt immer mehr technisches Verständnis für die Funktionalität von Suchmaschinen. Nach dem sogenannten „thumbnail-Urteil“ des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 29.04.2010, AZ I ZR 69/08, wird demjenigen, der Informationen im Netz veröffentlicht, auch ein gewisses Maß an technischem Know-how abverlangt, in dem er dafür sorgen muss, dass von ihm online gestellte Informationen nicht crawlbar und somit für Suchmaschinen nicht auffind- und anzeigbar sind, um sich auf einen möglichen Unterlassungsanspruch stützen zu können. Diese Urteil hat der BGH sogar noch einmal bestätigt und ausgeweitet, mit seiner Entscheidung vom 19.10.2011, AZ I ZR 140/10, in der der BGH klargestellt hat, dass dies auch dann gilt, wenn ein Dritter das Bild online gestellt hat. Es ist einer Suchmaschine nicht zumutbar, sich zu vergewissern, ob das Bild vom rechtmäßigen Urheber online gestellt wurde. Es reicht, dass es online gefunden werden kann.

So auch das Landgericht Köln: Die Nutzung von Vorschaubildern durch eine Personensuchmaschine verstößt nicht gegen das Persönlichkeitsrecht der abgebildeten Person. Wenn der Rechteinhaber an einem Bild dieses selbst im Internet veröffentlicht, ohne es vor dem Zugriff Dritter zu sichern, so muss er mit üblichen Nutzungshandlungen rechnen. Eine Personensuchmaschine darf in diesem Fall davon ausgehen, dass ein Einverständnis mit der Nutzung besteht (LG Köln, Urteil vom 22.06.2011, Az.: 28 O 819/10).

Welche Sorgfaltspflicht hat ein Internet-Nutzer?

Grundsätzlich gilt die Regel: Was man nicht im Internet auffindbar machen will, darf man dort auch nicht veröffentlichen. Informationen im Internet sind in etwa wie Werbekugelschreiber, wie Giveaways. Gibt man sie aus der Hand, werden sie verbreitet und benutzt. Will man dies nicht, darf man sie nicht produzieren und schon gar nicht verbreiten.

Soziale Netzwerke bieten daher vielfältige Möglichkeiten, um die eigene Privatsphäre zu schützen:

Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook:
Menüpunkt „Konto“ –> „Privatsphäre-Einstellungen“

Privatsphäre-Einstellungen bei XING:
Linke Menüleiste –> „Einstellungen“ (Rädchen-Icon) –> Ansicht „Meine Einstellungen“ –> Reiter „Privatsphäre“

Privatsphäre-Einstellungen bei Twitter:
Menüpunkt „Profil“ –> „Profil bearbeiten“ –> Ansicht „Konto“ –> Einstellungen für persönliche Daten festlegen

Privatsphäre-Einstellungen bei LinkedIn:
Menüpunkt Benutzername –> „Einstellungen“ –> Einstellungen für öffentliche Sichtbarkeit festlegen

Privatsphäre-Einstellungen bei MySpace:
Menüpunkt „Mein Myspace“ –> „Mein Datenschutz –> „Datenschutz“ –> Einstellungen der Profil-Sichtbarkeit festlegen

Privatsphäre-Einstellungen bei Stayfriends:
Menüpunkt „Ich“ –> „Meine Profilseite“ –> Einstellungen der Sichtbarkeit einzelner Bereiche festlegen

Privatsphäre-Einstellungen bei Lokalisten:
Menüpunkt „Account“ –> „Privatsphäre“ –> Einstellungen der Sichtbarkeit einzelner Bereiche festlegen

Nichtöffentliche Profile können von Suchmaschinen nicht gefunden und angezeigt werden.

Bedenken sollte man jedoch die Reaktionszeit von Suchmaschinen: Wenn man beispielsweise ein öffentliches Facebook-Profil auf „nicht öffentlich“ stellt, dauert es mehrere Tage, bis Suchmaschinen dies bemerken und die Ergebnisse nicht mehr anzeigen.

Informationen, die einmal öffentlich waren, lassen sich nur sehr, sehr schwer komplett aus dem Internet entfernen. Dies sollte man stets berücksichtigen, BEVOR man etwas im World Wide Web publiziert.